LogoSendung verpasst

Pratergeschichten: Staffel 2 Folge 4

vom 21.06.2024

Pratergeschichten: Staffel 2 Folge 4Hier klicken um das Video abzuspielen
Stolze 101 Jahre ist der „Toboggan“ im Wiener Wurstelprater bereits alt und damit eine der ältesten Attraktionen in dem Vergnügungspark. Die Holzrutsche ist die letzte dieser Art weltweit und steht deshalb sogar unter Denkmalschutz. Um immer neues Publikum anzulocken, hat Betreiber Samy Konkolits einen Rutschwettbewerb ins Leben gerufen. Der Hauptgewinn von 1000 Euro spornt Alt und Jung gleichermaßen an auf der „Teufelsrutsche“ ihr Bestes zu geben. Aber der Übermut geht mit einigen durch: so erhoffen sich zwei Herren, dass ihnen durch das (nicht erlaubte) Tragen eines Helms eine besonders wagemutige und in Folge schnelle Rutschfahrt gelingt. Ähnlich traditionsreich wie der „Toboggan“ ist auch die Trabrennbahn Krieau am Gelände des Praters, die bereits im Jahr 1878 eröffnet wurde. Rund 280 Trabrennen finden dort pro Jahr statt, an Renntagen hoffen die Teilnehmer auf einen Sieg und das entsprechende Preisgeld. Doch auch auf den Zuschauertribünen herrscht nervöse Spannung, denn hier wird im großen Stil gewettet. Dafür, dass beim Rennen und der Platzvergabe alles mit rechten Dingen zugeht, sorgt eine eigene Rennleitung. Denn bei jedem Trabrennen gilt es strenge Regeln zu befolgen und spätestens bei der Videoanalyse wird es für so manch Rennteilnehmer eng. Vor allem Disqualifikationen aufgrund der falschen Gangart sind keine Seltenheit. Der Bahnhof Wien Praterstern nur unweit des Wurstelpraters ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Wien und wird täglich von rund 140.000 Menschen frequentiert. Gleichzeitig ist das Gelände, so wie viele Bahnhöfe, beliebter Treffpunkt für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Der 35-jährige Mike war früher ebenfalls drogensüchtig und hat während dieser Phase viel Zeit am Praterstern verbracht. Auch wenn er mittlerweile clean ist, ist er weiterhin regelmäßig am Bahnhofsgelände anzutreffen. Was treibt Menschen wie ihn immer wieder zum Prater? Auch viele Obdachlose suchen am Areal rund um den Bahnhof Praterstern Unterschlupf. Um den Menschen während der kalten Jahreszeit einen Aufenthaltsort zu bieten, hat die Caritas in unmittelbarer Nähe ein Tageszentrum für Obdachlose eingerichtet. Dort werden eine betreute Wärmestube, Essen sowie Duschmöglichkeiten und Kleidung zur Verfügung gestellt. Einer der regelmäßigen Gäste ist der gelernte Tischler Marius. Er ist froh, dass es die Einrichtung gibt und er nicht mehr gezwungen ist sich am Praterstern aufzuhalten, denn innerhalb kürzester Zeit sind dort sechs andere Obdachlose gestorben. Vorerst bietet das Tageszentrum jedoch nur für ein paar Monate Hilfe für Menschen wie Marius, nach der kalten Jahreszeit wird die Einrichtung wieder geschlossen. Eine permanente Lösung für die Obdachlosen-Problematik am Praterstern ist somit weiter nicht in Sicht.
Sender:
ATV
Sendedatum:
21.06.2024
Länge:
48 min
Aufrufe:
11

Weitere Folgen

48 min

Pratergeschichten: Staffel 2 Folge 3

21.06.2024 | ATV

Das „Schweizerhaus“ gilt als das Kult-Gasthaus des Praters und wird oft als „Gastgarten der Wiener“ bezeichnet. Den 15. März würden die Stammgäste am liebsten zum Feiertag ernennen, denn dann öffnet das Restaurant nach mehr als vier Monaten Winterpause wieder seine Tore. Trotz Wind und Kälte finden sich bereits mehrere Stunden vor der Eröffnung hunderte Gäste ein, um das erste Schweizerhaus-Bier der Saison zu ergattern. Die rund 70 Kellner sind am Eröffnungstag besonders gefordert, denn es werden bis zu 2500 hungrige und durstige Gäste erwartet. Der 25-jährige Leon tritt mit der Eröffnung seinen ersten Arbeitstag im „Schweizerhaus“ an, dementsprechend groß ist die Nervosität ob er diesen Härtetest bestehen kann. So manch neuer Mitarbeiter, der sich als ungeeignet herausgestellt hat, wurde in der Vergangenheit nämlich bereits nach ein paar Stunden wieder nach Hause geschickt. Während das „Schweizerhaus“ allen voran durstige Praterbesucher anzieht, richtet sich die neue Attraktion von Praterunternehmer Stefan Sittler-Koidl an Adrenalin-Junkies. Der 34-Jährige will mit einer Indoor-Achterbahn inklusive Lasershow frischen Wind in den Vergnügungspark bringen. Nach einer Gesamtbauzeit von sieben Monaten steht für den Betreiber die Stunde der Wahrheit an: die erste Testfahrt auf der neuen Attraktion. Doch diese läuft nicht ganz wie geplant, denn der Achterbahn-Wagen bleibt inmitten der Fahrt plötzlich stehen… Während der Wiener Wurstelprater sich als Familien- und Freizeitparadies einen Namen gemacht hat, entwickelt sich die Umgebung des Vergnügungsparks immer mehr zur Problemzone. Vor allem der Bahnhof Praterstern gilt als sozialer Brennpunkt, viele Obdachlose sowie Alkohol- und Drogensüchtige haben sich in dem Areal angesiedelt. Polizeieinsätze stehen hier an der Tagesordnung, alleine im ersten Halbjahr 2013 wurden am Praterstern 1000 Einsätze in Zusammenhang mit Diebstahl, Gewalt und Suchtgift verzeichnet. Um die Probleme in den Griff zu bekommen, führen die Beamten täglich Streifen auf dem Gelände durch. Die Vorkommnisse am Praterstern sowie die trotz Verbots noch immer existierende Prostitution im Stuwerviertel sind auch die zentralen Themen einer Bürgerversammlung im 2. Wiener Gemeindebezirk. Denn obwohl durch die Eröffnung der neuen Wirtschaftsuniversität eine Aufwertung der Gegend erhofft wurde, erleben viele Anrainer genau das Gegenteil. Auch Erich Weber und sein Bekannter Wazlav haben nichts Positives zu berichten. Weber betreibt eine Internetseite, auf der er die Missstände in der Prater-Gegend aufdecken will, bei nächtlichen Spaziergängen sammelt er mit seinem Bekannten Beweismaterial. Und die Fundstücke sind nicht gerade erfreulich.

49 min

Pratergeschichten: Staffel 2 Folge 1

21.06.2024 | ATV

Stefan Sittler-Koidl ist in einer Praterfamilie aufgewachsen und betreibt fünf Fahrgeschäfte in dem Freizeitpark. Doch nicht immer laufen die Geschäfte so wie gewünscht. Das „Breakdance“, eine der beliebtesten Attraktionen im Prater, erleidet an einem besucherintensiven Nachmittag ein technisches Gebrechen. Für das Team beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit, den jede Minute, die das Rundfahrgeschäft still steht, bedeutet für den Betreiber enorme finanzielle Einbußen. Während die einen in den Prater kommen um sich auf den insgesamt 250 Attraktionen zu amüsieren, gibt es für andere nur ein Ziel: den Gastgarten vom traditionellen „Schweizerhaus“ und die dort servierten Gaumenfreuden Bier und Stelze. Die rund 70 Kellner des Gasthauses arbeiten im Akkord, um den Durst der Gäste zu stillen. Dafür, dass das Personal selbst jedoch nicht zu tief ins Glas schaut, wird von der Betreiberfamilie durch unangekündigte Alkoholtests gesorgt. Seit der Eröffnung der Wirtschaftsuniversität im Oktober 2013 ist der Straßenstrich rund um den Prater Vergangenheit. Doch trotzdem sind in der Gegend noch immer Geheimprostituierte anzutreffen. Bei einer nächtlichen Zivilstreife im Stuwerviertel entdecken Chefinspektor Gerhard und Inspektorin Petra zwei bulgarische Sexarbeiterinnen. Die Frauen werden angezeigt und bekommen eine Strafe ausgehändigt. Wirkung scheint diese jedoch nicht zu zeigen, denn nur eine Stunde später ertappen die Polizeibeamten die beiden Frauen erneut beim Anbieten ihrer Dienste. Zum insgesamt sechs Quadratkilometer umfassenden Gelände des Wiener Praters gehört auch das größte Stadion Österreichs, das Ernst-Happel-Stadion. Ein WM-Qualifikationsspiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen Irland versetzt den Prater in Ausnahmezustand. Während die Mitarbeiter der Liliputbahn mit betrunken Fahrgästen kämpfen, haben die Securities vor dem Stadion mit aggressiven Fans aus Irland alle Hände voll zu tun.

49 min

Pratergeschichten: Staffel 04 Folge 04: Der Grusel beginnt im Horror-Labyrinth

21.06.2024 | ATV

In der vierten Folge der „Pratergeschichten“ geht eine bunte Hauptsaison im Prater mit einem Knall zu Ende: Zu Halloween ist die Hölle los und im Schweizerhaus ist der letzte Tag der Saison angebrochen. In dem Kult-Wirtshaus wird noch einmal getrunken und gegessen, gefeiert und gelacht, bis die Schwarte kracht. Und so trifft man hier auf Schweizerhaus-Fans, die erstmals in Halloween-Verkleidung ein letztes Krügerl genießen. Und bei manchen ist es wohl heute nicht das Erste - wir lassen uns hier keine Hörner aufsetzen und wollen es genauer wissen… Neben den Geisterbahnen ist an diesem Tag auch ein Horror-Labyrinth erschreckend beliebt: Gemeinsam mit dem Theaterensemble „Nesterval“ wurde einem leerstehenden Haus im Prater Grusel eingehaucht. Schummriges Licht und gruselige Soundeffekte sorgen für ein Gänsehaut-Erlebnis der besonderen Art. Dazu kommen Schauspieler, die die Besucher live erschrecken und beim Rundgang durch das Haus für erhöhten Pulsschlag sorgen. Techniker Sandro gewährt dem ATV-Kamerateam zuerst einen schauderhaften Blick hinter die Kulissen, bevor am Abend der Schrecken beginnt… Der Wiener Prater ist einerseits Vergnügungspark, andererseits die grüne Oase Wiens und umfasst ein Areal von sechs Quadratkilometern. Diese Gegensätze verbindet die Liliputbahn seit über 90 Jahren. ATV wirft einen Blick hinter die Kulissen dieses Traditionsunternehmens und begleitet Kassa-Kraft Gerlinde, Lokführer und Schaffner Alfred und den Leiter der Bahnbetriebe und Werkstätten Ronald Durstmüller. Noch älter ist der seit 1913 im Prater stehende Rutschenturm Toboggan, der auch „Teufels-Rutsche“ genannt wird. Er war um die Jahrtausendwende 9 Jahre lang aus Sicherheitsgründen geschlossen und wurde generalsaniert. Nun erstrahlt er in neuem Glanz und zaubert denselben auch in die Kinderaugen. Sandro und Oliver müssen sich inzwischen um einen rund 3.000 Euro teuren Drachen kümmern, der normalerweise am Balkon der Großen Geisterbahn steht… Außerdem lernen wir Schausteller Thomas kennen, der nicht nur Geld, sondern auch Ideen investiert hat und nun ein neues Pferdekarussell mit Western-Feeling sein Eigen nennen darf, das Kinderherzen höherschlagen lässt. Er ist seit elf Jahren im Prater – eine sehr kurze Zeit, im Gegensatz zu Familie Reinthaler. Sie führt seit über 50 Jahren das „Gasthaus zum Englischen Reiter“. Wirt Willi erklärt uns sein Erfolgsrezept.

48 min

Pratergeschichten: Staffel 04 Folge 03: Golden Girls und Sailor Moon

21.06.2024 | ATV

Der Wiener Prater zieht zu jeder Tages- und Nachtzeit die Menschen an. Wer sich vergnügen und Spaß haben will, ist hier richtig. Und weil die Stimmung gelöst ist, sind an den Wochenenden immer Poltergruppen anzutreffen. Das ATV-Kamerateam begleitet die jungen Damen rund um Braut Kathi, die ihre Feier sehr motiviert bereits zu Mittag beginnen und im bunten Prater ihr Faible für die Manga-Serie „Sailor Moon“ ausleben. Und so ziehen sie von einer Attraktion zur nächsten – und versuchen, gemeinsame Schnappschüsse oder Schnäpse für eine Spende an den Mann zu bringen. Gar nicht so einfach! Doch immer, wenn man denkt: „Da trinkt keiner mehr“, kommt im Prater ein Unikat daher… Einen Blick hinter die Kulissen beschert diesmal Rekommandeur Thomas, der mit großer Leidenschaft und flotten Sprüchen bereits die 22. Saison den „Sombrero“ steuert. Und auf der „Grand Prix Monza Kartbahn“ düsen Speed-Fans sogar seit über 40 Jahren über eine Strecke, die dem originalen Formel-1-Kurs in Italien nachempfunden ist. Seit heuer haben die Besucher die Möglichkeit, mithilfe von Augmented-Reality-Brillen Computerspiel-Feeling während der Fahrt aufkommen zu lassen und virtuelle Punkte zu sammeln… Im Schweizerhaus marschiert das traditionelle Militärorchester der Hoch- und Deutschmeister auf. Anlass ist das 101-jährige Jubiläum der Schweizerhaus-Besitzer Familie Karl Kolarik. Und neben der Prominenz sind natürlich auch die Stammgäste gekommen: Die Golden Girls treffen auf den Wiesn-Schurli - und seine Sprüche. Inmitten von Stelzenbratereien, Langos-Buden und Zuckerwatte-Ständen hat inzwischen ein Kaffeehaus mit gehobener Küche aufgemacht: Das Ponykarussell erstrahlt in neuem Glanz! Außerdem feiert das Kinder-Ringelspiel der Familie Heindl seinen 70.Geburtstag. Der Prater ist Sehenswürdigkeit und Wiener Institution zugleich - oder auch „gelebte Tradition“, denn viele Fahrgeschäfte wie dieses sind seit Jahrzehnten beliebt und die Begeisterung dafür wird sowohl unter den Besuchern als auch unter den Betreibern vererbt. Besitzerin Irene ist direkt hinter dem Ringelspiel aufgewachsen – und hat ihr ganzes Leben hier verbracht. Sie teilt ihre Eindrücke vom Leben und Lieben im Prater…

47 min

Pratergeschichten: Pratergschichten - Staffel 2 Folge 2

21.06.2024 | ATV

Die "Wiener Wiesn" verwandelt den Prater einmal im Jahr in Österreichs größtes Volksfest. Insgesamt 200.000 Gäste besuchen die dreiwöchige Veranstaltung, bei der pro Abend mehr als 7000 Liter Bier ausgeschenkt werden. Während das Kellner-Personal alle Hände voll damit zu tun hat den Durst und Hunger der Gäste zu stillen, bewachen die Securities den Zugang zu den Festzelten. Denn Einlass gibt es nur mit einem Ticket, doch in Angesicht des Kartenpreises von 44 Euro versucht nicht selten ein Besucher sich ohne Karte in die Zelte zu schmuggeln. Zum ersten Mal ist das Pratergelände auch Schauplatz für die "Rosa Wiesn", einem Fest speziell für die Schwulen- und Lesbencommunity. An diesem Abend wird nach dem Motto "je schriller, desto besser" besonders ausgelassen gefeiert. Kellner Bernhard bekommt es dabei mit so einigen Flirtversuchen der Gäste zu tun. Der Wiener Wurstelprater und seine Fahrgeschäfte ziehen Alt und Jung gleichermaßen an. Praterunternehmer Stefan Sittler-Koidl will mit einer Indoor-Achterbahn die neue Attraktion des Vergnügungsparks werden und hat dafür 3,5 Millionen Euro investiert. Halle und Hochschaubahn stehen bereits, nun steht dem Betreiber der letzte wichtige Schritt bevor: die Lieferung und "Eingleisung" der renovierten Achterbahn-Wagen. Erst eine Testfahrt mit den Wagen wird nämlich zeigen, ob die Bahn passend aufgestellt wurde und die Abstände richtig bemessen sind. Beim Besitzer und seinem Team herrscht vor der ersten Probefahrt große Nervosität, denn eine Panne würde die bereits geplante Eröffnung der neuen Attraktion hinauszögern. Große Spannung herrscht in der Pratergegend auch aufgrund der bevorstehenden Eröffnung der neuen Wirtschaftsuniversität. Auf dem rund 90.000 Quadratmeter großen Gelände entsteht gleichzeitig auch ein Studentenheim, das den Bewohnern Lifestyle und Luxus bieten will. In Anbetracht des großen Freizeitangebots inklusive Partyterrasse und Fitnessstudio wird das Studieren dort wohl fast zur Nebensache. Weniger studentenfreundlich gestaltet sich jedoch die Miete, denn die Bewohner müssen für diesen Komfort 550 Euro pro Monat hinblättern. Durch die Eröffnung der Wirtschaftsuniversität erhoffen sich Stadt und Anrainer eine Aufwertung der Pratergegend. Der Straßenstrich ist nun Geschichte und die Einhaltung des Prostitutionsverbots wird von der Polizei streng kontrolliert. Doch tatsächlich bieten im Stuwerviertel weiter einige Sexarbeiterinnen ihre Dienste an. Bei ihrer nächtlichen Streife bemerken die Beamten eine Frau, die zu laufen beginnt als sie aufgehalten wird. Die Frau gibt an nur in der Gegend unterwegs zu sein um Zigaretten zu kaufen, doch die Polizisten bezweifeln diese Aussage.