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Versteckte Paradiese: · Die Storchenhauptstadt im Aischgrund

vom 24.03.2025

Versteckte Paradiese: · Die Storchenhauptstadt im AischgrundHier klicken um das Video abzuspielen
Über 250 Störche tummeln sich im Sommer im kleinen Ort Uehlfeld. Die mittelfränkische Gemeinde im Herzen des Aischgrunds steht im Zentrum des Films. Zusammen mit dem Storchenvater und Meerettichbauern Gerhard Bärthlein erleben wir die Aufzucht der Jungvögel bis zum Ausfliegen mit. Dank seines Engagements hat sich Uehlfeld zu einer der storchenreichsten Regionen in Deutschland entwickelt. Allein auf den Scheunen seines Bauernhofes mitten im Ort brüten 5 Storchenpaare. Gleich nebenan liegt die beeindruckende Teichlandschaft des Aischgrunds. Das riesige Feuchtgebiet in Mittelfranken bietet ideale Bedingungen und viel Futter für die Störche und zahlreiche andere Vogelarten. Die Aisch ist ein 85 Kilometer langer Fluss, der von Schwebheim bei Bad Windsheim bis nach Trailsdorf südlich von Bamberg fließt und dort in die Regnitz mündet. Im Mittelalter legten Mönche dort die vielen Weiher an. In der regenarmen Region dienten sie als Wasserspeicher. Und lieferten Karpfen als Fastenspeise. Hier wird auch Meerettich angebaut, der auf den feuchten Böden gut wächst. Storchenvater Bärthlein ist einer der drei letzten Meerettichbauern in Uehlfeld. Im Juni, wenn die Jungstörche ausfliegen, geht es rund in Uehlfeld. Denn Fliegen will gelernt sein und nicht jeder junge Storch schafft es gleich. Und manchmal fällt auch mal eine Schlange oder ein Fisch vom Himmel. Die Herausforderungen für manchen Hausbesitzer steigen. Dächer leiden unter der Last und dem Dreck durch die Horste. Und auch die bei den Vögeln so beliebte Uehlfelder Kirche hat schon Schaden genommen. Wie viele Störche werden es dieses Jahr werden? Wie gehen die Menschen im Ort damit um? Und wie hilft die Gemeinde Uehlfeld mit, um das Zusammenleben zwischen Menschen und Vögel zu erleichtern?
Sender:
BR
Sendedatum:
24.03.2025
Länge:
43 min
Aufrufe:
2

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43 min

Versteckte Paradiese: · Im Lamer Winkel

31.03.2025 | BR

Eine abgeschiedene Gegend im nördlichen Bayerischen Wald, an der Grenze zu Tschechien. Mystisch und geheimnisvoll wirkt hier die Landschaft. Wer in den Lamer Winkel kommt, wird von Anfang an die Macht des Waldes spüren. Seit jeher ist er Lebensraum für besondere Tiere, seit Jahrhunderten haben die Menschen ihn für sich genutzt. Manche unter den Waldbauern haben sich mit der Natur verbündet. In ihrem gesunden Plenterwald werden Vater und Sohn das letzte Geheimnis eines alten Baumriesen lüften. Nicht immer sind die Bedürfnisse der Menschen deckungsgleich mit denen der tierischen Waldbewohner: Wenn der Borkenkäfer überhand nimmt, kommt das große Fichtensterben, der Wald lichtet sich. Ein Vorteil wiederum für das Auerwild: Es braucht freie Flächen als Lebensraum. "Der Auerhahn ist der Wappenvogel des Bayerischen Waldes", sagt Karl Heinz Schindlatz vom Landesbund für Vogelschutz. Er kennt seine geheimsten Plätze. Im Morgengrauen werden wir mit ihm einen Auerhahn auf Brautschau beobachten. Im Tierpark Lohberg bekommen Besucher die Stellvertreter der heimischen Wildtiere aus nächster Nähe zu Gesicht. Gerade sind dort drei verwaiste Fuchswelpen eingetroffen, winzig klein noch. Spaziergänger haben sie im Wald gefunden und der Leiterin des Tierparks gebracht. Claudia Schuh wird ihnen die Fuchsmutter ersetzen, sie mit viel Fürsorge großziehen. Wir werden die Füchse heranwachsen sehen in menschlicher Obhut. Im Laufe des Jahres lernen wir auch Menschen am Hausberg des Lamer Winkels, dem Osser, kennen. Direkt an der Grenze zu Tschechien ragt er aus dem Bergwald heraus. In diesem abgeschiedenen Winkel Bayerns erleben wir auch mit, wie die Natur die Menschen diesseits und jenseits der Staatsgrenze miteinander verbindet.

43 min

Versteckte Paradiese: · Magische Eiszeitseen im Chiemgau

08.04.2024 | BR

Eine besondere Landschaft in Oberbayern mit besonderen, heimatverbundenen Menschen. Die Eggstätter Seenplatte ist entstanden durch die Gletscher der Eiszeit, die sich aus den Alpen bis weit ins Alpenvorland zogen. Es ist das älteste Naturschutzgebiet Bayerns, umgeben von einer alten bäuerlichen Kulturlandschaft. Seltene Tiere wie Kiebitz, Schwarzkehlchen und etwa 50 verschiedene Libellenarten leben hier. Aber nicht nur die vielfältige Landschaft macht das Gebiet so einzigartig, sondern auch die Menschen, die auf besondere Weise mit dieser Natur verbunden sind und sie in traditioneller Weise nutzen. Der Bauernhof von Sebastian Plank liegt direkt an der paradiesischen Seenplatte. Ihm gehören Wälder und Wiesen. Seine Vorfahren haben den Bauernhof gebaut, mit Holz aus dem eigenen Wald. Er setzt diese Tradition fort, baut neue Holzgebäude für seinen großen Pferdehof. Er legt Wert auf Regionalität und kurze Wege. Selbst sein Sägewerk ist ganz in der Nähe. Die Wiesen des heimatverbundenen Bauern gehören zum Brutgebiet des seltenen Kiebitz. Zur Brutzeit sind dort nicht nur die Vögel aktiv, sondern auch Naturschützer. Jeder von ihnen will seine Heimat auf seine Weise bestmöglich bewahren. Und hier ist die Kooperation von allen und ein „Miteinander“ gefragt. Aber wie lassen sich Naturschutz und Landwirtschaft vereinen? Letztlich kommen sie zusammen, und es tun sich für alle wunderbare Möglichkeiten auf. Versteckte Paradiese entdecken die Schönheit weitgehend unbekannter Naturgebiete in Bayern: Geheimtipps für Naturliebhaber. Flora und Fauna, Geotope und Sehenswürdigkeiten werden dargestellt, vor allem aber lernen wir die Menschen kennen, die hier mit der Natur verbunden sind und sich für ihren Schutz engagieren. Alle Sendetermine der siebenteiligen Staffel im BR Fernsehen: 08.04. Versteckte Paradiese: Magische Eiszeitseen im Chiemgau | 15.04. Versteckte Paradiese: Unser Lech | 22.04. Versteckte Paradiese: Der Zauber der Schwarzen Berge | 29.04. Versteckte Paradiese: Die Rodach | 06.05. Versteckte Paradiese: Die Isar bei Landshut | 13.05. Versteckte Paradiese: Im Tal der Schwarzen Laber | 20.05. Versteckte Paradiese: An den Ufern der Ammer